Festveranstaltung 25 Jahre Mitgliedschaft in der SPD

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Parchimer Bürgerbüro von Frank Junge, MdB, und Iris Hoffmann, MdEP, ehrte der SPD-Kreisverband Ludwigslust-Parchim am 3. Dezember 2014 fünf Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die vor 25 Jahren nach der friedlichen Revolution von 1989 durch ihre Mitgliedschaft mithalfen, die Sozialdemokratie wieder in Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren.

Mit einer Urkunde und einer Ehrennadel zur 25jährigen Mitgliedschaft wurden u. a. der erste SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsident a. D. Dr. Harald Ringstorf, der ehemalige SPD-Landesgeschäftsführer und heutige Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Voss, Parchims Bürgermeister Bernd Rolly, Elke Rattunde-Naber und Martina Köhler ausgezeichnet. Die Festveranstaltung wurde von Lisa und Sarah Knittel (Klavier) und Martha Kloss (Akkordeon) musikalisch umrahmt.

In bewegenden Ansprachen ließen Dr. Harald Ringstorff und  Nikolaus Voss die Aufbruchstimmung in der SPD zur Wendezeit wieder lebendig werden. Die Begegnung mit Willy Brandt 1989 in der Rostocker Nikolaikirche war für Dr. Harald Ringstorff ein prägendes Erlebnis. Mit der Frage „Warum wollt Ihr Euch verstecken ?“ habe Willy Brandt nach der ursprünglichen Namensgebung der jungen ostdeutschen Sozialdemokratie gefragt. Dies führte schließlich zur Gründung des SPD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern am 9. März 1990 in Güstrow.

Nikolaus Voss hatte als erster SPD-Landesgeschäftsführer großen Anteil am Aufbau tragfähiger Strukturen innerhalb des neuen SPD-Landesverbandes. Er schilderte in bewegenden Worten seine persönlichen Erlebnisse in der Wendezeit. Als Leipziger Theologiestudent war er in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in den lutherischen Weltbund berufen worden. Als Jugenddelegierter durfte er 1988 zu einer Tagung des Executiv-Komitees nach Äthiopien reisen. Die große Armut, die ihm in Äthiopien begegnete, half ihm, seinen Blick zu relativieren. Bei einer Tagung in Genf sei er deshalb von dem dortigen Reichtum regelrecht abgeschreckt worden. Er zähle sich zu den Privilegierten, die auch von außerhalb auf die DDR schauen durften. Am 7. November 1989 sei er dann in Leipzig der SPD beigetreten und erhielt den Mitgliedsausweis mit der Nummer 13.

In einer kurzen Rede berichtete schließlich Landrat Rolf Christiansen, wie er die Wendezeit 1989 erlebte und schließlich in seine Wahlheimat Mecklenburg-Vorpommern kam.

Kontakt

  region.wm[ät]spd.de
  0385 / 78 515 38
  0385 / 581 39 02
  Wismarsche Str. 152, 19053 Schwerin
 
Besuchen Sie uns auf Facebook